Seltene Erden im Abwasser

Aus der Industrie und aus Krankenhäusern gelangen vermehrt Metalle der Seltenen Erden wie Cer und Gadolinium ins Abwasser. Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) haben Forschende der Eawag-Abteilungen Verfahrenstechnik sowie Wasserressourcen und Trinkwasser die Klärschlämme von 63 ARAs untersucht, teilte das Institut mit.

 

Zuerst habe das Forscherteam abgeschätzt, welche Mengen der Seltenen Erden aus natürlichen Quellen stammen, um zu beurteilen, welchen Anteil der Mensch hinzufügt. Dazu analysierten die Forschenden Bodenproben aus der Schweiz und berücksichtigen dabei sogenannte PAAS-Werte (post-Archaean Australian shales), welche die durchschnittliche Zusammensetzung der Seltenen Erden in der Erdkruste reflektieren.

 

Im Ergebnis entsprechen die im Klärschlamm der meisten ARAs gefundenen Konzentrationen dem natürlichen Hintergrundmuster, berichtete das Institut weiter. In einigen wenigen ARAs jedoch seien die Konzentrationen einzelner Seltener Erden deutlich erhöht. Das Forscherteam schließt daraus, dass Seltene Erden nicht großflächig eingesetzt werden, sondern aus hoch spezialisierten Anwendungen stammen.

 

Die oben erwähnten Seltenen Erden CER und Gadolinium werden z.B. in Rußpartikelfiltern, UV-Schutzbrillen, grüner Radarstrahlung, als Kontrastmittel und vielen Anwendungen mehr verwendet und können bei heutigem Stand der Technik in den Kläranlagen nicht entfernt werden.

 

Quellen: EUWID, Wikipedia

Mikroplastik – Immer noch sehr aktuell

Kleiner als 5 Millimeter, aber gefährlich ++ Jeden Tag fließen 190 Millionen Mikropartikel im Rhein Richtung Nordsee. Das ergibt eine Hochrechnung von Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation hat dem Fluss zwischen Duisburg und Koblenz 250 Proben entnommen und überall Mikroplastik gefunden: https://lnkd.in/gVgDza4.

Mit bloßem Auge nicht zu sehen, aber schädlich ⚠️ für Fisch und Mensch. Die Plastikkonzentration steigt, wo es Industrie gibt. Der Schutz der Gewässer ist auch ein wichtiges Thema der DWA. Die Unternehmen müssen die Verantwortung für ihr Abwasser übernehmen, Stichwort Verursacherprinzip.

2018 haben wir das Thema Mikroplastik auf unseren Schulungen und Photometrieseminaren aufgegriffen und behandelt. Seit damals stieg der Verbrauch an Kunststoffverpackungen um 1 Kilogramm pro Kopf an!

Analyse von Coronaviren im Abwasser

Nitratbelastung in Bayern halbiert

In Bayern wird der Großteil des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Der flächendeckende Schutz dieser natürlichen, für uns aller Leben wichtigsten Ressource muss daher oberste Priorität haben. Um dies zu gewährleisten, müssen unter anderem die Nitrateinträge, die maßgeblich aus der Landwirtschaft stammen, signifikant reduziert werden. Diese Einschätzung teilt auch die EU-Kommission und hat nach der Novelle der Düngeverordnung 2017 weitere Nachbesserungen zur Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie von Deutschland gefordert. Seit 01.05.2020 gilt deshalb die neue Düngeverordnung, die auch neue Kriterien und Maßnahmen für mit Nitrat belastete sowie eutrophierte Gebiete vorsieht. In der bayerischen Umsetzung – der Ausführungsverordnung Düngeverordnung (AVDüV) – haben sich die mit Nitrat belasteten Gebiete nun im Vergleich zur Kulisse aus dem Jahr 2018 – zumindest auf den ersten Blick wundersam – halbiert. Bisher waren rund 25 % der Landesfläche als Nitrat belastetes, sogenanntes rotes Gebiet, ausgewiesen. In der nun vorliegenden Gebietskulisse reduziert sich diese Fläche auf 12 %. Und dass, obwohl die Nitratwerte in Bayern seit Jahren weitgehend konstant sind und an einigen Stellen sogar steigen. Der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW äußert daher massive Kritik an der Verordnung. „Da fällt einem doch gleich das Kinderlied von Pippi Langstrumpf ein: Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt. Damit es nicht so auffällt hat man sich zumindest redlich bemüht, dem vorliegenden Ergebnis einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben“, sagt Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW.

Grund für die Reduzierung der roten Gebiete ist ein grundlegend anderes Ausweisungsverfahren als 2018. Aufgrund verschärfter Auflagen in den roten Gebieten, liegt der Ansatz nunmehr weniger auf einer möglichst flächendeckenden Vorsorge, sondern mehr auf einer Hot-Spot Strategie. Diese Strategie ist im Sinne eines flächendeckenden Grundwasserschutzes allerdings nicht nachhaltig und lässt sich auch ganz gut mit dem aktuellen Corona-Pandemiemanagement vergleichen. Ist ein Hot-Spot im Griff, hat man dafür woanders fünf Neue. Insbesondere in der Öffentlichkeit wird somit der Eindruck erweckt, das Nitratproblem sei jetzt weitaus weniger brisant als bisher. Das ist ein fatales Signal, nicht nur unter dem Aspekt der tatsächlichen Belastungssituation, sondern auch aufgrund der sich entwickelnden Dynamik. Nachdem das Ausweisungsmessnetz, welches die Messwerte als Grundlage für die Gebietsausweisung liefert, in den nächsten Jahren mehr als verdoppelt werden soll, geht der VBEW davon aus, dass sich die Gebietskulisse dann in Teilen erneut signifikant verändern wird. Solange wesentliche Messwerte fehlen, fordert der VBEW keine Verkleinerung der roten Gebiete vorzunehmen.

 

„Zumindest einige Mitgliedsunternehmen berichten uns von einer tendenziell ansteigenden Nitratbelastung ihrer Brunnen. Wie will man einem Landwirt vermitteln, dass dieser 2018 in einem roten, 2021 in einem grünen und 2024 wieder in einem roten Gebiet liegt oder kann man einen solchen Fall bereits jetzt ausschließen? Wir schlittern sehr wahrscheinlich in ein Glaubwürdigkeitsproblem“, sagt Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW. Es wird nun Aufgabe der Staatsregierung sein, in der Kommunikation der AVDüV an alle Beteiligten (Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Öffentlichkeit) zu vermitteln, dass die Gebietskulissen von 2018 und 2020 nur bedingt vergleichbar sind und die tatsächliche Belastung der Wasserressourcen mit Nitrat sich auf einem konstanten und zu hohen Niveau bewegt. Auch darf nicht der Eindruck erweckt werden, grüne Gebiete wären hinsichtlich der Nitratproblematik gänzlich unbelastet. Hier gelten lediglich bestimme Erleichterungen für bestimmte, oftmals kleinere, Betriebe.

 

Weitere Informationen:Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW
Kommunikation
Wilhelm-Wagenfeld-Straße 4
80807 München

Kommunaler Klärschlamm überwiegend verbrannt

74 Prozent des in öffentlichen Abwasseranlagen anfallenden Klärschlamms wurden 2019 verbrannt.

Das entspricht rund 1,3 Millionen Tonnen. Ein Viertel des Klärschlamms, also 0,4 Millionen Tonnen, wurde stofflich verwertet, vor allem in der Landwirtschaft oder beim Landschaftsbau.

Mit rund 1,7 Millionen Tonnen Trockenmasse ist die Gesamtmenge im Vergleich zu 2018 fast gleich geblieben. Sie lag nur um 0,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Seite des statistischen Bundesamtes.

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FFP2 oder OP Maske?

Eine Information Ihrer DGUV

FFP2-Masken kommen nun vermehrt auch beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr zur Anwendung. Doch wie werden diese Masken richtig benutzt? Auf Folgendes sollte geachtet werden:

– Die Gebrauchsanleitung befolgen
– Rasieren – ein Bart kann die Schutzwirkung beeinträchtigen – Den Dichtsitz prüfen
– Auf Hygiene achten

Außerdem sollte, wenn nötig, ärztlicher Rat eingeholt werden. Mehr Informationen zum richtigen Gebrauch gibt es hier:

 

  • Rasieren: Was viele nicht wissen: Häufig ist nicht das Filtermaterial das Problem, sondern der Dichtsitz. Damit eine Maske wirkt, muss sie eng am Gesicht anliegen. „Bärte oder Vernarbungen im Bereich der Maskendichtlinie beeinträchtigen daher die Schutzwirkung von FFP2-Masken“, erklärt IFA-Experte Dr. Peter Paszkiewicz.
  • Dichtsitz prüfen: „Beim Luftholen sollte die Maske an das Gesicht angesogen werden“, so Paszkiewicz. „Wenn man dagegen einen Luftstrom am Gesicht spürt, sitzt die Maske nicht gut.“
  • Auf Hygiene achten: Masken mit der Kennzeichnung FFP2 R sind wiederverwendbar. Wie lange und wie oft das möglich ist, bestimmt vor allem der Umgang mit der Maske. Dabei ist auf größtmögliche Hygiene zu achten. Paszkiewicz: „Setzen Sie die Maske auf und ab, ohne dabei die Innenseite oder den Dichtrand zu berühren und bewahren Sie sie nach dem Einsatz gut belüftet auf. Dann ist eine wiederholte kurzzeitige Benutzung für mehrere Tage möglich.“
  • Wenn nötig, ärztlichen Rat einholen: Meistens werden FFP2-Masken nur für die Fahrt mit dem Bus oder der Bahn oder den Einkauf im Supermarkt aufgesetzt. „Für die meisten Menschen dürfte die damit verbundene Belastung unkritisch sein“, schätzt Paszkiewicz. „Wer aufgrund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen unsicher ist, dem empfehlen wir die Rücksprache mit dem Hausarzt.“

 

Von den vielerorts kursierenden Tipps zur Aufbereitung von Masken für eine Wiederverwendung rät der IFA-Fachmann ab. Es sei nicht auszuschließen, dass solche Behandlungen die Filterleistung erheblich beeinträchtigen oder ganz zunichtemachen.

In der Corona-Pandemie wollen sich immer mehr Menschen mit geprüften und zertifizierten Atemschutzmasken, sogenannten FFP2-Masken, schützen. Gleichzeitig berichten die Medien regelmäßig über gefälschte und mangelhafte Exemplare solcher Masken. Woran sich zertifizierter und damit sicherer Atemschutz grundsätzlich erkennen lässt, veranschaulicht ein Übersichtsplakat des IFA. Download (DE) HIER.

Wichtige Info Einweghandschuhe

Vorwort:

Mit Aufkommen der Corona-Pandemie wurden Schutzartikel (PSA) teilweise zur Mangelware und auch völlig überteuert angeboten. Aktuell ist die Lieferfähigkeit bei den meisten Produkten fast wie vor der Pandemie, Probleme gibt es allerdings immer noch bei der Bereitstellung von Einweg-Schutzhandschuhen. Die Einkaufspreise sind in ungeahnte Höhen geschnellt, Lieferungen wurden kontingentiert so dass auch unser bis dato gut gefülltes Lager momentan etwas leidet.

Dennoch sind wir in der Lage unseren Kunden Einweg Schutzhandschuhe in ausreichender Stückzahl, guter Qualität und zu adäquaten Preisen liefern zu können. Achten sie bitte bei ihrer Beschaffung dringend auf die von der DGUV und IFA vorgegebenen Kriterien die wir für sie nachstehend zusammen gefasst haben.

   Schutzhandschuhe

gegen Mikroorganismen

                          Piktogramm

Kennzeichnung von Handschuhen, die vor Bakterien, Viren und Pilzen schützen

Alle Schutzhandschuhe gegen Risiken durch Mikroorganismen müssen allgemeine Anforderungen nach DIN EN 420 erfüllen. Schutzhandschuhe gegen Viren, Bakterien und Pilze müssen zudem die Penetrationsprüfung (Luft- und Wasserleck-Test) nach DIN EN 374-2 bestehen. Je ein Handschuh jeder Größe muss bei diesen Tests dicht sein.

Zum Download als PDF-Datei (DE) hier wichtige Informationen

FFP2 Maskenpflicht in Bayern